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Fritz Grünbaum

Programme

FRITZ GRÜNBAUM "Kabarett in der Hölle"
Essay von Helmut Korherr mit zahlreichen Textbeispielen
Rezitation: Stephan Paryla

Termin:
Freitag, 19. Oktober 2018 um 19 Uhr
Bezirksmuseum Hietzing
Am Platz 2
1130 Wien

Über das Programm:
Fritz Grünbaum  - „Kabarett in der Hölle“  lautet ein Essay von Helmut Korherr, das  mit zahlreichen Textbeispielen gespickt ist. Stephan Paryla hat dafür die Rezitation übernommen.  Der Schauspieler ist ja  als Vortragskünstler  sehr erfolgreich unterwegs.
Die  Kabarettkarriere von Fritz Grünbaum  begann  1906 in der  "Hölle" im Souterrain des Theaters an der Wien. Grünbaum wurde binnen  kurzem  zum großen Komiker seiner Zeit.  1914 hatte er seinen ersten Auftritt im Kabarett „Simpl“, in dem er ab 1922 mit Karl Farkas die beliebte  „Doppelconference“ entwickelte.


zum Inhalt und über Fritz Grünbaum:
Geboren wird Fritz Grünbaum am 7. April 1880 in Brunn. Er durchlebt eine behütete Kindheit. Nach dem Besuch der Volksschule absolviert er mit guten Leistungen das deutsche Gymnasium in Brunn und maturiert 1899.
Fritz Grünbaum zieht nach Wien, um Jus zu studieren und promoviert 1904 zum Magister. Während seines Studiums verdient er seinen Unterhalt durch zahlreiche Nebenjobs, bis er eher zufällig im Kabarett „Hölle“ seine Karriere als Komiker beginnt.
Die Kriegsbegeisterung des Ersten Weltkrieges zieht an ihm nicht spurlos vorüber. Er meldet sich als Freiwilliger und wird hochdekoriert. Nach dem Krieg pendelt er zwischen Berlin und Wien. Er lernt zu jener Zeit Karl Farkas kennen.
1930 schreibt er u.a. Texte für Filme und verdient sich als Schauspieler in kleinen Rollen sein Geld.
Noch vor dem Einmarsch der Nazis in Wien im Jahre 1938 dürfen Farkas und Grünbaum das „Simpl“ nicht mehr betreten.
Farkas gelingt die Flucht, Grünbaum will nach Bratislava reisen, wird an der Grenze zurückgewiesen, kommt ins Gefängnis – wo er Bruno Kreisky kennenlernt. Fritz Grünbaum wird ins KZ Buchenwald deportiert, gequält, erniedrigt und körperlich gezüchtigt. Er erkrankt aufgrund seiner schwachen körperlichen Konstitution, wird ins KZ Dachau überstellt. Die Vermittlungsversuche seiner Frau bleiben erfolglos. Zu Silvester 1940 macht Grünbaum wieder bei einem der heimlichen Kabarett-Abend mit - in dieser wahren Hölle unter entsetzlichen Umständen. Kurz danach misslingt ihm ein Selbstmordversuch. Bald darauf - am 14. Januar 1941 stirbt Grunbaum - angeblich an "Herzlähmung".

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