Helmut Korherr

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Eugenie Schwarzwald

Programme

EUGENIE SCJHWARZWALD, Wohltäterin

Rezitation: Andrea Spatzek
am Klavier: Petra Pawlik

Termine:
Mittwoch, den 5. August um 19 Uhr
Pfarre St. Erhard/Mauer
1230 Wien, Endresstraße 117
Anmeldung: 0676/ 501 7042 oder korherr@utanet.at

Donnerstag, den 6. August 2020 um
19 Uhr
Cafe Prückel, Goldsaal
Stubenring 24, 1010 Wien
Tel. 01-512 54 00 oder 0676 501 7042
Mail: office@kip.co.at

Eugenie Schwarzwald, Wohltäterin.
Ein "Innerer Monolog" von Helmut Korherr
Eugenie Schwarzwald war eine österreichische Pädagogin, Sozialreformerin und Frauenrechtsaktivistin, die insbesondere als Pionierin in der Mädchenbildung bekannt geworden ist; geboren wurde sie als Jüdin (gebürtige Nussbaum)
am 4. Juli 1872 in Polupanowka bei Tarnopol, Galizien;
gestorben ist Eugenie Schwarzwald am 7. August 1940 in Zürich.
Ausgangspunkt des Textes: Die Rückschau - in Form eines Inneren Monologes - beginnt, als Eugenie Schwarzwald den Entschluss fasst, ihre Memoiren zu schreiben - und zwar als ihr der berühmte Arzt, Prof. Clairmont, offenbart hatte, dass sie sich wahrscheinlich einer zweiten Krebsoperation zu unterziehen hätte. Sie lebt bescheiden im Schweizer Exil, nachdem sie von den Nazis all ihrer österreichischen Habe beraubt worden war.
Struktur des Inneren Monologes: Der Text wird in sieben Kapitel gegliedert sein; u.a. werden Schwarzwalds innovative Schulgründungen beleuchtet, des weiteren kommen die, auf  ihre Initiative hin, errichteten "Gemeinschaftsküchen" zur Sprache. Unter "Gemeinschaftsküchen" verstand man einfache, genossenschaftliche Gasthäuser, wo Essen zum Selbstkostenpreis verabreicht wurde. Die zahlreichen, von Eugenie Schwarzwald geförderten, Aktionen - wie "Wiener Kinder aufs Land" etc. - werden in einem weiteren Kapitel zusammengefasst werden. Auch das geplante Internat auf dem Semmering wird erwähnt - es sollte ein Paradies für Kinder werden, doch der Beginn des Ersten Weltkrieges hat das verhindert. Ein eigenes Kapitel erhält ihr Engagement in Berlin, als die deutsche Wirtschaft völlig am Boden lag. Eugenie Schwarzwald brachte es zuwege, dass eine erste Gemeinschaftsküche im verwaisten Berliner Stadtschloss eingerichtet werden konnte. Die "Schlossküche" wurde am 22. Oktober 1923 eröffnet und eintausend "Geistesarbeiter" konnten nun dort ihren Hunger stillen.
Eingehend wird sich ein anderes Kapitel mit Schwarzwalds Ferienheim am Grundlsee befassen. Künstler und Intellektuelle aus allen Ländern tauschten dort ihre Gedanken aus. Bis zur "Tausend-Mark-Sperre" der Nazis florierte das Heim "Seeblick" 13 Jahre lang; ab 1933 hatte jeder, der von Deutschland nach Österreich einreisen wollte, diesen hohen Geldbetrag zu entrichten. Die Gäste aus dem Ausland blieben daher aus.
Im Herbst 1937 laborierte Eugenie dann an einer hartnäckigen Halsentzündung. Sie erklärte: "Die Krankheit konnte sich nur deshalb bei mir einnisten, weil ich ohnehin nicht leben wollte. Die Lektüre der Zeitungen, der Niedergang aller meiner Freunde, eine Reihe von tragischer Vorfälle im engsten Kreise, waren geeignet, selbst eine Natur wie die Meine zu brechen."
 

 
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